... und wer war Josef Speckbacher

Josef Speckbacher (1767–1820)

Speckbacher mit Anderl

Josef Speckbacher wurde am 13. Juli 1767 in Gnadenwald geboren.  Er musste sich in jungen Jahren als Hirte sein Brot verdienen, später war er auch als Wilderer gefürchtet und bekannt.  1794 heiratete er Maria Schmiederer die den Schmiedererhof in Rinn besaß und wurde Bauer , weshalb er später „Mann von Rinn“ genannt wurde.

Schon 1797 und 1800, als unser Volk immer mehr unterdrückt wurden, kämpfte er mit den Tiroler Bauern gegen das Unrecht. Als sich 1809 die Lage in Tirol zuspitzte, bewies Speckbacher seine taktischen Fähigkeiten und sein Führungsgeschick:

er hatte maßgeblichen Anteil an den Kämpfen im Unterinntal, verteidigte die Innbrücke bei Volders und nahm die Städte Hall und Innsbruck ein.

Im August 1809 führte Speckbacher die Tiroler in die vierte Schlacht am Bergisel und besiegte die Bayern, sodass sie Innsbruck räumen mussten.

Nach weiteren Feldzügen stand die Schlacht von Melleck bevor: dort wurde er vernichtend geschlagen, verlor über 300 Mann und wurde selbst schwer verwundet.

Im November 1809 versuchten die Tiroler Landesverteidiger abermals ihre Heimat bei der letzten Bergiselschlacht zu schützen. Die vergangenen Erlebnisse und Strapazen sowie die unzähligen Verwundungen der tapferen Männer und Frauen führten allerdings dazu, dass eine Niederlage der Tiroler nicht mehr aufzuhalten war.

Auf Speckbacher wurde ein Kopfgeld ausgesetzt, weshalb er sich in den Bergen rund um Hall versteckt hielt. Auch ins Voldertal, wo unsere Kompanie jedes Jahr in Gedenken an ihn eine Bergmesse feiert, war er geflüchtet. Schließlich gelang Speckbacher die Flucht nach Wien, wo er vom Kaiser zum Major ernannt wurde. Erst als Tirol 1814 mit Österreich wiedervereinigt wurde, konnte unser Namensgeber wieder sein geliebtes Heimatland betreten.

Aufgrund seiner schweren Verwundung, welche er im Kampf um Melleck davongetragen hatte, war es ihm nicht vergönnt den Schmiedererhof in Rinn weiter zu bewirtschaften. Er musste sein Hab und Gut verkaufen und übersiedelte mit seiner Familie nach Hall, wo er am 28. März 1820 aufgrund eines Nierenversagens starb.

Buch Josef Speckbacher

Josef Speckbacher 1767 - 1820
Feuerteufel, Feuergeist, Feuerkopf, tollkühner Unfried, Insurgent, Halunke, kühner Recke, unerschrockener Haudegen, Räuberhauptmann, Rebellenchef, Held von Rinn

Ein Buch von Walter Franz Maier, Hall in Tirol 2008
Gewidmet den Schützen

72-seitiges Werk über den Held von 1809 und unserem Vorbild Josef Speckbacher

Anfrage unter info(at)speckbacher-schuetzen(dot)at

Buch Speckbacher
 

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